Archiv für Januar, 2016

Creed – Rocky’s Legacy

Veröffentlicht: Januar 14, 2016 von robertweber in Sollte man sehen
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Das ich hier zwei Filme hintereinander mehr oder weniger uneingeschränkt empfehlen kann, kommt wirklich selten vor, und gerade bei Creed war ich mehr als skeptisch. Was soll ich sagen: Ein sensationelles Comeback sowohl des Boxfilms als auch von Sylvester Stallone, der hier seine beste, schauspielerische Leistung seit Cop Land abliefert und den Oscar für die beste Nebenrolle mehr als verdient hätte.

Creed kann man getrost in einem Atemzug mit den besten Teilen der Rocky Saga nennen (Rocky & Rocky Balboa). Schwachpunkte gibt es so gut wie keine und dass man sich bisweilen in die Stimmung des ersten Rocky-Filmes hineinkatapultiert fühlt, macht den Film für mich umso sehenswerter. Klar könnte man kritisieren, dass sowohl einige Szenen als auch die Gesamtdramaturgie sehr an Rocky I. erinnern, aber in diesem Fall lasse ich das tatsächlich als Hommage durchgehen.

Werft Eure Vorurteile über Bord und geht rein, Leute. Es lohnt sich.

 

 

The Revenant

Veröffentlicht: Januar 14, 2016 von robertweber in Sollte man sehen, Uncategorized
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Endlich wieder mal ein Western, in dem  der Amerikanische Native mal nicht als edler, ausgebeuteter Naturbursche gezeigt wird, der seine Zeit damit verbringt, Bäume zu umarmen und mit Pferden zu flüstern. In The Revenant geht es gleich in der Eingangsszene blutig zur Sache. Ein Trapperlager wird angegriffen, nicht etwa, weil die Jungs ein Indianerdorf abgefackelt haben, sondern den Indianern geht es, genau wie den Trappern, eigentlich nur um die wertvollen Biberfelle. Es folgt ein blutiges Gemetzel, das man meinetwegen ruhig noch hätte ausdehnen können. Übrig bleiben eine handvoll Westerner, die sich in die Berge retten, darunter auch Glass, auch heute noch ein amerikanischer Mythos. Glass entfernt sich von der Gruppe, um zu pinkeln oder so was, und gerät dabei in die Fänge eines wütenden Grizzlys. Der darauf folgende Zweikampf ist sicher das beeindruckendste, was man in letzter Zeit im Kino gesehen hat. Dann folgt ein 90minütiger Fußmarsch durch die Wildnis mit großartigen Landschaftsaufnahmen, bei dem DiCaprio zeigen darf, was er auf der Schauspielschule gelernt hat: Grunzen. Am Schluss noch ein Show Down mit dem Bösen (Tom Hardy, der seine darstellerische Schlappe bei Mad Max – Fury Road mehr als wettmacht) und fertig ist die Soße.

Trotz Überlänge und größtenteils beschaulicher Handlung ein sehenswerter Film mit ein paar Anleihen aus Rambo, Das Imperium schlägt zurück und Soweit die Füße tragen.

Gestört hat mich eigentlich nur, das aber sehr, dass aus einer einschüssigen Vorderladerpistole ohne nachzuladen in kürzester Zeit mehrere Schüsse abgegeben werden, und das gleich in zwei Szenen. Da fühle ich mich für dumm verkauft, das ist einfach nur schlampig und entwertet den historischen Kontext von The Revenant, der sich ansonsten erfolgreich sehr um Realismus bemüht.

Trashfilm on Air

Veröffentlicht: Januar 13, 2016 von robertweber in Uncategorized

Heute von 21:30 Uhr bis 23 Uhr auf Pi Radio (88,4 Mhz.). Wir reden über Liebe, Survival und Kannibalismus im Wilden Westen. Filmauswahl: Slow, West, The Revenant & Bone Tomahawk.

Mit Dirk Knieriem, Oz Ordu und meiner Wenigkeit.

Beste Komödie – Der Marsianer

Veröffentlicht: Januar 11, 2016 von robertweber in Uncategorized

Als beste Komödie / bestes Musical hat Der Marsianer – Rettet Mark Watney einen Golden Globe bekommen. Matt Damon als bester Schauspieler in einer Komödie / einem Musical für seine Rolle im Marsianer.

Tatsächlich wurde viel gesungen und getanzt in dem Film und die Gags suchen ihresgleichen. Ein irrer Mix aus Screwball und Ziggy Stardust. Beim Marsianer blieb kein Auge trocken, so die Jurybegründung.