Archiv für November, 2015

Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2

Veröffentlicht: November 24, 2015 von robertweber in Kann man sehen
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Die Geschichte wird auserzählt, das ist ok, die propagandakritische Haltung beibehalten, auch das ist Ordnung, dass die Revolution ihre Kinder frisst, wissen wir seit um die 18hundert, eine kleine Geschichtsstunde mit Jennifer Lawrence kann den kleinen Gören vier Reihen vor mir aber nicht schaden (ich dachte, erst ab 12, die sind doch höchstens 14), dass ich zwischendurch in den ersten Level von Doom 3 falle stört mich nicht weiter, Real 3D sieht tatsächlich etwas besser aus wie normal 3D, vielleicht liegt es aber nur an der neuen Brille (3D), die ich mir gegönnt habe (die alte hatte so Fettflecken, weil sie immer in der Küche lag), dass Ende ist eigentlich entwürdigend für J.L., insgesamt zu viel Gelaber, doch was solls. Hat man sich die vorherigen Teile angesehen, sieht man sich auch diesen an und ist nicht allzu sehr enttäuscht, der Rest kann sich den Film schenken. Von mir ein „kann man sehen“.

 

Trashfilm-Radioshow

Veröffentlicht: November 16, 2015 von robertweber in Uncategorized

Am Mittwoch, den 18.11.15 um 21:30 – 23 Uhr auf Pi-Radio 88,4.

Anlässlich des völlig missratenen „Spectre“ eine Bond-Spezialsendung.

Mit Dirk Knieriem, Oz Ordu und mir.

Spectre

Veröffentlicht: November 11, 2015 von robertweber in Trash
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„Ich schlitze mir lieber die Pulsadern auf, bevor ich noch mal James Bond spiele“, hat Daniel Craig in irgendeinem Interview anlässlich von Spectre geäußert, nach dem Film wusste ich auch warum. Was für ein Wirbel um das 50jährige Bond-Girl Monica Bellucci, die dann gerade mal einen fünfminütigen Auftritt hat, den man sich aber auch hätte schenken können, wie so ziemlich alles im neuen James Bond. Sein Konterpart, Christoph Waltz, hat zwei kurze Gastauftritte, bei denen man auch nicht so recht weiß, warum sie überhaupt stattfinden, daher wurden gleich zwei Erzschurken installiert. Andrew Scott (Moriarty) musste sich für seine Rolle als „C“ gar nicht erst umziehen und hat seinen Part als machtgieriger Geheimdienstchef vermutlich in den Drehpausen von Sherlock heruntergenudelt. Waltz spielt Waltz, der Waltz spielt, was alles nicht so schlimm wäre, hätte man sich wenigstens bei den seltenen Actionsequenzen etwas Mühe gegeben, die völlig uninspiriert in Szene gesetzt wurden. Einen originellen Einfall sucht man bei Spectre vergeblich, dafür springen einem zahlreiche Logikfehler ins Gesicht. Wo kommt plötzlich das Flugzeug auf der Skipiste her, mit dem Bond die Verfolgung der Bösewichte aufnimmt? Egal. „Du musst mir vertrauen“, sagt Bond zu Bond-Girl No. 2, Léa Seydoux, bevor er mit ihr in die Tiefe springt, kurz darauf wissen wir auch, warum, denn irgendjemand hat natürlich ein Netz gespannt, das den Sturz auffängt. Wieso? Wo kommt es her? Titte. Mit seiner mickrigen Walther holt Bond einen Helikopter vom Himmel, was mit einer Pistole diesen Kalibers und auf die im Film dargestellte Entfernung unmöglich ist -, wurscht. Völlig unmotiviert explodiert ein ganzer Gebäudekomplex in der Wüste. Wieso das? Keiner weiß es. Bond sitzt gefesselt auf einem Stuhl und wird gefoltert, bevor es aber ganz übel für ihn wird, fallen die Fesseln plötzlich von ihm ab und so geht das in einem fort. Wenn man überhaupt etwas Gutes über Spectre sagen kann, dann das, dass er über weite Strecken meditativ ist und das muss man bei einem Bond-Film auch erst Mal hinbekommen.