Archiv für August, 2015

Mission Impossible vs. Terminator

Veröffentlicht: August 19, 2015 von robertweber in Uncategorized
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Der inzwischen fünfte und hoffentlich letzte Teil von M.I. hat etwas von einem Kaugummistreifen: Am Anfang halbwegs erfrischend aber irgendwann, in diesem Fall etwa ab der Mitte des Filmes, kaut man nur noch ein Stück geschmackloses Etwas, Zeit also, zum ausspucken. Bereits beim Verlassen des Kinos hatte ich keine Ahnung mehr, was ich da eigentlich gesehen habe. Wer warum wann wie irgendwo einbricht um an irgendwas zu kommen. Die letzte Stunde gähnende Langeweile, dröge Dialoge, aufgedrösel dessen, was vorher passiert sein soll. Der Regisseur, der hier auch als Drehbuchautor fungiert hat, muss ein selbstverliebter Sadist sein, dem es Spaß macht, sein Publikum zu quälen, anders kann ich mir diesen völlig überflüssigen, ödesten und schlechtesten Teil der M.I.-Reihe nicht erklären.

Ganz anders dagegen Terminator 5. Hier darf man hemmungslos in Nostalgie schwelgen, wenn abgewandelte Szenen aus den ersten beiden Teilen mit dem noch jungen Arnold Schwarzenegger zu sehen sind. Die Spezialeffekte sind solide aber auf die kommt es in Terminator Genisys überhaupt nicht an. Hier wurde Wert auf eine überraschend komplexe Handlung gelegt, die einen durchgehend bei der Stange hält. Der Film spielt auf mehreren Zeitebenen und in verschiedenen Realitäten, die durch das Zeitreisephänomen verursacht wurden. Hier hat man es wirklich hinbekommen, die Terminator-Reihe auf eine andere Ebene zu heben und noch mal einen neuen Dreh zu finden. Göttlich auch der ergraute Terminator aka Arnold Schwarzenegger in seiner bislang besten Rolle und, sofern man bei Arnie davon sprechen kann, mit einer überragenden schauspielerischen Leistung. Unbdingt sehenswert.

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Jurassic World

Veröffentlicht: August 7, 2015 von robertweber in Kann man sehen

Die Kinder nerven nicht, die Frauen kreischen nicht und die Love-Story hält sich in Grenzen. Mehr Monster- als Dinosaurierfilm liefert Jurassic World zwar nichts wirklich neues, kommt aber auch nicht allzu abgedroschen daher. Für meinen Geschmack zuwenig Tote aber sonst durchaus unterhaltsames Popcornkino. Nur die dressierten Raptoren mit ihrer Sympathie für den Dompteur, die sich für selbigen auch noch in den Rachen eines genmanipulierten T-Rex werfen, das hätte man auch eleganter lösen können.

Antman

Veröffentlicht: August 5, 2015 von robertweber in Trash

Ganze vier Drehbuchautoren hat es gebraucht um keine einzige originelle Szene geschweige den einen halbwegs vernünftigen, nicht abgedroschenen Dialog hinzubekommen. Ansonsten hat Antman alles, was in den Schubladen halbwegs intelligenter Schreiberlinge verrottet. Es gibt den uneigennützig guten und den geldgeilen bösen Wissenschaftler. Ersterer hat eine Tochter die mit Letzterem liiert ist, fertig ist der Konflikt. Der Held selbst ist ein gewiefter Einbrecher, der den Unterhalt für seine zahnlückige Tochter nicht zahlen kann, weshalb ihm seine Exfrau, die mit dem Polizisten verheiratet ist, der ihn verknackt hat, das Besuchsrecht verweigert. Deshalb wird er zum Antman (Motivation) und bekämpft mit Hilfe von kuscheligen Ameisen im Auftrag des guten den bösen Wissenschaftler. Der Antman begnügt sich aber nicht, per Gedankensteuerung ein Ameisenheer zu kontrollieren, er gibt den niedlichen Dingern auch Namen (Anthony) und spricht fortwährend mit ihnen, was ihn wie einer dieser verwirrten Punks wirken lässt, die Konversation mit ihren Hunden betreiben. Für Filme wie Antman sollte es eine Altersbeschränkung geben, und zwar nach oben. Für Kinder über sechs Jahren nicht geeignet.