American Sniper

Veröffentlicht: Februar 27, 2015 von robertweber in Geht so
Schlagwörter:, , , , , ,

American Sniper ist ein passabler (Anti-)Kriegsfilm und keineswegs die Glorifizierung amerikanischen Heldenmutes oder ein Propagandafilm für den Krieg gegen den Terror, wie hie und da zu lesen stand. Selbst beinharte Seals zweifeln am Sinn des Krieges, der Bruder der Hauptfigur findet sowieso alles Scheiße und Chris Kyle wird angemessen differenziert dargestellt. In seinen besten Momenten erreicht der Film sogar die Wucht von Ridley Scott’s großartigem Black Hawk Down, diese Momente sind allerdings rar gesäht.

Passabel? Ja. Dennoch ist American Sniper wohl der schlechteste Film, den Eastwood je gemacht hat, da sieht selbst Heartbreak Ridge noch gut dagegen aus. Mir zumindest völlig unverständlich, warum er für sechs Oscars nominiert wurde. Vergleicht man ihn mit Grand Torrino, Million Dollar Baby, Erbarmungslos oder, um beim Genre zu bleiben, Letters from Iwo Jima, wirkt er einfach nur lustlos dahingestümpert. Keine Ahnung, was Clint Eastwood da geritten hat oder wie ein derartiger Qualitätsabfall zustande gekommen ist.

Wer gutes zum Thema Irak-/Antiterrorkrieg sehen möchte, sollte lieber zu den Filmen The Hurt Locker und Zero Dark Thirty greifen, beide von Kathryn Bigelow, die einzige Frau übrigens, die jemals einen Oscar für den besten Film erhalten hat.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s