The Imitation Game – Homosexueller Computer besiegt Adolf Hitler

Veröffentlicht: Januar 27, 2015 von robertweber in Kann man sehen
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Eine Rekonstruktion des allerersten Computers zu sehen, die so genannte Turing-Bombe (so einen hätte ich gerne), war natürlich den Kinobesuch für sechs Euro wert. Eigentlich ein überdimensionaler Korg MS 20 mit zahlreichen Steckverbindungen, nur, dass man beim MS 20 die Walzen nicht sieht. Ansonsten wird relativ belanglos das Leben von Alan Turing abgehakt.

Quelle: „Bombe-rebuild“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bombe-rebuild.jpg#mediaviewer/File:Bombe-rebuild.jpg

Quelle: „Bombe-rebuild“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bombe-rebuild.jpg#mediaviewer/File:Bombe-rebuild.jpg

Um ein bisschen Kunst reinzubringen, hat man Rückblenden in die Schulzeit eingebaut, für gesellschaftliche Relevanz sorgen die berufliche Unterdrückung der Frau in den 40igern und die Strafverfolgung von Homosexuellen (die allerdings in Europa bis weit in die 60iger hineinreicht und auch heute noch in zahlreichen Ländern nicht abgeschafft ist). Cumberbitch spielt nach wie vor den Holmes (und das macht er gut), Keira „Buchstabierfehler“ Knightley tut, was sie am Besten kann, und am Besten kann sie gut aussehen. An mehr werde ich mich Morgen nicht groß erinnern.

Biopics sind natürlich generell eine undankbare Aufgabe, weil man zwar jede Menge weglassen, aber nichts groß dazu erfinden kann. Im Prinzip hätte eine gut gemachte Doku über das Leben von Turing spannender werden können, als ein aufgeblasener Kinofilm.

Fazit: Einige wirklich sehr gelungene Szenen, ansonsten mal was Anderes, mehr aber auch nicht.

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