Die Tribute von Panem III / 1.

Veröffentlicht: November 26, 2014 von robertweber in Sollte man sehen
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Zum Glück gibt es nicht noch eine Wiederholung der Hungergames, die im zweiten Teil schon etwas überflüssig wirkte, sondern hier geht es, nach einer etwas zähen Eröffnung, dann gleich in die Vollen. Revolutionsmarketing vs. Staatspropaganda ist das Grundthema von Mockingjay und natürlich fühlt man sich sofort an aktuelle Krisengebiete und die mehr als tendenziöse Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland bzw. dem Propagandamaterial aus der Ukraine (wahlweise Russland) erinnert, was dem Film die politische Dimension gibt, die er braucht, um sich aus dem allgemeinen Blockbusterbrei abzuheben.

Hervorzuheben die großartige (überraschend blonde) Julianne Moore als weiblicher Gegenpart des fiesen und aus dem Mund stinkenen Präsidenten Snow und natürlich Phillip Seymore Hoffman in seiner letzten Rolle, hier als gewiefter Propagandaspezialist im Dienste des unterdrückten Volkes von Panem. Neben diesen beiden sieht Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence etwas blaß aus, von den anderen Figuren ganz zu schweigen.

Ansonsten ist Mockingjay beste Kinounterhaltung, gut abgeschmeckt mit gesellschafts-/medien-/ kapitalismuskritischer Message. Alleine die unnötige Anhäufung von Cliffhangern gegen Ende des Filmes hinterlassen einen etwas faden Nachgeschmack.

Was bleibt ist die Vorfreude auf das dicke Ende, das leider erst November 2015 in die Kinos kommt.

Robert Weber

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