Planet der Affen: Revolution. Kein Film für Veganer – von Robert Weber

Veröffentlicht: August 12, 2014 von robertweber in Trash
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Wer hat eigentlich jemals behauptet, dass sich unsere Vorfahren nur von Nüssen und Salat ernährt haben? Irgendwer muss es gewesen sein. Planet der Affen: Revolution beweist das Gegenteil. Hirschfleisch ist die Nahrung des Primaten, Hass sein Antrieb und die Familie der ruhende Pol im Wirrwarr der Zeiten. Familie wird GROSS geschrieben im Ökosommerblockbuster 2014, aber wann eigentlich nicht?

Eigentlich der Film für senile, grüne Bundestagsabgeordnete/-innen, wenn nur der Fleischverzehr nicht wär. Ständig wird Frieden geschlossen und für Toleranz geworben, kleine Babys ins Bild gehängt, die Bösen sehen richtig scheiße aus, selbst als Affen, und die Guten richtig gut, aber die kennt keine Sau, oder wer zur Hölle ist Jason Clarke? Ein Hauptdarsteller, dessen Name klingt wie der Titel einer Groschenromanreihe (Jason Dark).

Planet der Affen ist, zumindest im zweiten Teil, durchweg enttäuschend und langweilig. Ab der 15ten Minute hofft man eigentlich nur noch, dass es schnell vorbei geht. Unter den Tieren wird gemenschelt was das Zeug hält und die Menschen sind im Schnitt etwas menschlicher als das Tier, bis auf den üblichen einen, aber auch der ist mehr doof als bösartig, soviel zur Charakterzeichnung.

Inhaltlich wird ein Klischee ans andere gereiht: Ein Affenbrutus torpediert die Friedensbemühungen und schwingt sich zum Diktator auf, eine Affenmutter siecht am Kindbettfieber und wird von Menschenhand geheilt, ein Affensohn rebelliert gegen den Affenvater, um fünf Minuten später zur Besinnung zu kommen, unter den Menschen gibt es den Affenflüsterer, die Affenärztin, den Affenmisstrauer und die üblichen Rednecks. Zwischendurch dürfen alle mal aufeinander schießen – gähn.

Wenn irgendwas an diesem Film sehenswert ist, dann ist es die Leistung der Dompteure. Unglaublich, was sich da seit Flipper, Black Beauty, Lassie und Cheeta getan hat. Auch den Synchronstimmen gebührt durchaus Respekt, entweder hat man die Affen gut trainiert oder deren Sprecher, die Lippenbewegungen lassen diesbezüglich jedenfalls keine Rückschlüsse zu.

Drehbuchtechnisch und auf intellektuellem Niveau bewegt sich der Film allerdings so:

„Vater“ (Affensohn)

    „Sohn“ (Affenvater)

„Ich liebe dich.“

   „Ich dich auch.“

„Tu es nicht.“

   „Ich tu es für dich!“

„Ich muss es selbst tun.“

   „Du bist zu schwach.“

„Danke.“

  „Gern geschehen.“

„Pass auf dich auf.“

   „Ich muss dann mal los.“

Usw. (Gedächtnisprotokoll)

Was soll man mehr dazu sagen? Wer soll sich für so einen Scheiß in absehbarer Zeit noch interessieren?

Das Kino ist tot, oder besser gesagt: Ein gehirnfressender Zombie, dem irgendwer den Kopf abschlagen sollte. 

Robert Weber

Weiterführende Links zum Thema

Planet der Affen: Prevolution – Durchaus sehenswerter 1. Teil.

Planet der Affen von Tim Burton – Gelungenes Remake.

Planet der Affen – Das bislang unerreichte Original.

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