Letzte Sendung

Veröffentlicht: April 14, 2016 von robertweber in Uncategorized

Die letzte Sendung war denn auch unsere letzte Sendung. Die Trashfilm-Radioshow wird mit sofortiger Wirkung eingestellt, nicht, weil wir zu wenig Hörer hatten (nach einer Erhebung zwischen keinem und drei), sondern weil uns nach gefühlten zehn Jahren einfach die Lust verließ.

Der Sendeplatz bleibt aber in der Familie und wird von Taxi Berlin und Taxi Gourmet übernommen, die, wie könnte es anders sein, eine Taxisendung machen. Ab Herbst dann im monatlichen Wechsel mit Karsten Krampitz, der damit einen regelmäßigen Termin für seine Senung Mondkalb hat.

Zum Schluss noch eine kleine Filmempfehlung: „Er ist wieder da.“ Entgegen meiner schlimmsten Befürchtung richtig gut.

Heute wieder die Trashfilm-Radio-Show

Veröffentlicht: März 9, 2016 von robertweber in Uncategorized

Übliche Frequenz, übliche Zeit, übliche Mitstreiter. Wir reden über Oscar, den neuen Rambo und Akte X. Außerdem spendiere ich Gänsebrot mit Zwiebelschmalz im Freudenhaus. Kommt einfach rum.

Macbeth

Veröffentlicht: Februar 13, 2016 von robertweber in Trash
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Endlich bin ich mal dazu gekommen, mir die hochgelobte Neuverfilmung des Bühnenklassikers reinzuziehen und war bereits nach fünf Minuten vom Shakespeare-Gephrasel entnervt. Genervt haben auch die Rotfilter, die uninspirierten Schlachtengemälde, die Zeitlupen und die Darsteller. In diesem Film passiert absolut nichts und nur, weil sich die Dialoge reimen, ist das noch lange keine Kunst. Angeblich verfallen Macbeth und seine Gattin im Handlungsverlauf dem Wahnsinn ob ihrer Greuel, als da wären Königs-, Kinder-, Freundes- und Frauenmord. Tatsächlich aber werden sie einfach immer nur blasser und unglaubwürdiger. Das einzige, was der Streifen vermittelt, sind Selbstmordgedanken, denn die hat man, nach zwei Stunden sinnlos geopferter Lebenszeit, in denen sich der Zuschauer deutlich mehr quält, als Macbeth auf der Leinwand.

Die Trashfilm-Radioshow

Veröffentlicht: Februar 10, 2016 von robertweber in Uncategorized

Für Euch haben wir uns das neue Theaterstück von Tarantino, den greisen Rocky und Macbeth im klingonischen Original angesehen. Was bei uns dabei hängen geblieben ist erfahrt Ihr heute auf Pi-Radio, 21:30 – 23 Uhr.

Mit Dirk Knieriem, Oz Ordu und Robert Weber.

Tatsächlich hat der jüngste Streich von Tarantino das Zeug zu einem klasse Theaterstück, vielleicht sogar mehr, als zu einem klasse Film, spielt The Hateful Eight doch überwiegend in einem Raum und wird vor allem durch die Charaktere sowie einigen tollen Running Gags getragen, wie z.B. dem sagenumwobenen Brief von Abe Lincoln oder einer kaputten Tür, die laufend eingetreten wird und danach wieder zugenagelt werden muss.

Das sich Tarantino, wie auch schon in Django Unchained, am amerikanischen Rassismus abarbeitet, wie einst Oliver Stone am Vietnamkrieg, ist aufgrund der Figurenkonstellation keine große Überraschung (Yankees treffen auf Konförderierte, ein schwarzer Kopfgeldjäger unter lauter Weißen, ok, ein Mexikaner ist auch mit bei), eigentlich ein wenig plump, weil einfach zu naheliegend und auch nicht sonderlich erhellend, sprich, Tarantino hat der Thematik nichts Neues hinzuzufügen.

Das drei Stunden eigentlich so gut wie ausschließlich geredet wird und das zuweilen etwas langatmig rüberkommt – drauf geschissen, dafür wird man durch die typisch tarantinoesken Szenen gegen Ende und zu Beginn des Streifens mehr als entschädigt (nie wurde lustiger Blut gekotzt), und wirklich gelangweilt habe ich mich eigentlich nur mal kurz zwischendurch.

Alles in allem ein sehenswerter Film, für mich schon jetzt ein Klassiker des Westerngenres und, nebenbei bemerkt, auch ein schöner Whodunit fast schon im Stil von Agatha Christie. Ein guter Tarantino, wenn auch nicht sein bester, besser jedenfalls als die Fingerübung Django Unchained. Einziger, bemerkenswerter Schwachpunkt vielleicht die Rolle, die eigentlich Christoph Waltz zugedacht gewesen zu sein scheint und dann notdürftig mit Tim Roth geflickt worden ist, der dann auch nichts anderes macht, als Christoph Waltz zu spielen, nur schlechter. Roth hat eigentlich mehr drauf, als unseren Lieblingsösterreicher (nach Hans Moser) zu imitieren.